Erfolgreiche Brut des Eisvogels im Rosenheimer Stadtgebiet

Eisvogel (Foto: K. Schlegl-Kofler)
Eisvogel (Foto: K. Schlegl-Kofler)

 

Im Lauf der Zeit hat sich an der renaturierten Mangfall im Bereich Aisingerwies ein natürliches Steilufer gebildet. Der Eisvogel ist auf solche Steilufer angewiesen, da er sich Brutröhren, die bis zu einem Meter lang sein können, in das Erdreich  gräbt. Somit bietet das Steilufer der Mangfall einen idealen Brutplatz. Allmählich hat sich die vorgelagerte Kiesbank so verändert, dass ihr Ufer mittlerweile nur noch wenige Meter von der Brutröhre entfernt ist. Der Eisvogel ist jedoch störungsempfindlich und hat in Bayern in der Roten Liste der bedrohten Arten den Status „gefährdet“.

 

Da sowohl die Kiesbank, als auch die Mangfall in diesem Bereich sehr frequentiert sind, hat die Kreisgruppe Rosenheim des Landesbundes für Vogelschutz in Absprache mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim einen größeren Bereich um den Brutplatz ab Anfang Mai abgesperrt, damit dieser farbenprächtige Vogel in seinem Lebensraum in Ruhe brüten kann.  Es hat geklappt und das Eisvogelpaar konnte beide Jahresbruten weitgehend ungestört aufziehen.

 

Der LBV dankt allen Besuchern der Kiesbank, die Rücksicht auf die Absperrung genommen haben, für ihren wichtigen Beitrag zum Artenschutz und für das große Interesse, das sich in vielen Gesprächen vor Ort gezeigt hat!  Das „Projekt Eisvogel“ ist somit ein Beispiel dafür, wie ein Miteinander von Artenschutz und Freizeitaktivitäten gelingen kann.

(Text: K. Schlegl-Kofler)