AK Rosenheimer Stammbeckenmoore

Mit den Stammbeckenmooren liegt eines der größten Moorgebiete am nördlichen Alpenrand in unserem Landkreis, das nach jahrzehntelangem Torfabbau renaturiert wurde.

Seit 2021 führen LBV-Ehrenamtliche mit Helfern vor Ort und in Absprache mit den zuständigen Behörden Arbeitseinsätze durch. Dies sind vor allem Entbuschungen, um Brutplätze des Kiebitz in der Sterntalerfilze zu erhalten und Freiflächen für den Wiesenpieper in den Hochrunstfilzen.

Da das Gebiet unter starkem Freizeitdruck steht, berät der AK auch für Maßnahmen zur Besucherlenkung und macht Öffentlichkeitsarbeit.

Sie möchten  bei zukünftigen Aktionen tatkräftig mit anpacken? Lassen Sie sich unverbindlich in unseren E-Mail-Verteiler eintragen! Einfach E-Mail schreiben an: rosenheim@lbv.de     

15.02.2025 - Lebensraum-Pflege in der Sterntaler Filze

(Fotos: M. Neukum)

Die Rosenheimer Stammbeckenmoore sind Heimat verschiedener Tier- und Pflanzenarten. Viele davon brauchen offene Lebensräume. Um sie zu erhalten, werden die Moorflächen bei Bedarf entbuscht.  Diesen Winter stand eine Fläche der Bayerischen Staatsforsten mit jungen Kiefern auf dem Plan.  Der Arbeitskreis Rosenheimer Stammbeckenmoore im LBV konnte dafür in Absprache mit Revierleiter Lukas Hofmann und der Unteren Naturschutzbehörde kurzfristig eine Gruppe Idealisten engagieren. Einige LBV-Mitglieder, aber auch etliche Freiwillige aus der Umgebung und sogar ein Rangerehepaar aus den Loisach-Kochelsee-Mooren packten mit Motorsägen und Astscheren an. Eigentlich hätte diese größere Maßnahme der Landschaftspflegeverband Rosenheim (LPV) übernommen. Doch  zum Jahresende wurden in Bayern überraschend die Mittel der Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinien (LNPR) bis auf weiteres auf Eis gelegt, so dass es für den LPV und die Landwirte, die für ihn arbeiten, keine Gelder mehr gibt.

 

Bald beginnt die Brutzeit und viele der Arten in der Filze sind störungsempfindlich. LBV und Staatsforst bitten daher Besucher, unbedingt auf den öffentlichen Wegen zu bleiben.                                                                           (Text: K. Schlegl-Kofler)

 

 

Hochrunstfilze nach der Entbuschung                                                                                                           (Foto: M. Visser)
Hochrunstfilze nach der Entbuschung (Foto: M. Visser)

Februar 2024 - Voller Tatendrang!

 

Der Arbeitskreis "Rosenheimer Stammbeckenmoore" hat Anfang Februar in der Sterntaler- und der Kollerfilze Entbuschungsmaßnahmen durchgeführt. Die Entbuschung in der Sterntalerfilze dient im Wesentlichen der Verbesserung des Brutbiotops für Schwarzkehlchen und Wiesenpieper. In der Kollerfilze sollten die Brutbedingungen für den Kiebitz verbessert werden. 

Durch den LPV (Landschaftspflegeverband) fanden seit Ende 2023 ebenfalls großflächige Maßnahmen in der Hochrunstfilze statt, die helfen sollen, die Ansiedlung von Brutpaaren des Schwarzkehlchens und Wiesenpiepers zu erhöhen.

(Fotos: K. Moritz und M. Visser)

19.02.2022 - Die Entbuschungen gingen weiter ....

 

... und wurden für diese Saison beendet.

Was nach Sturm und Regen der letzten Tage im ersten Moment unmöglich erschien, erwies sich doch als gar nicht so schwer. Mit guten Ideen, geeigneter Ausrüstung und viel Spaß haben 8 Aktive die Fläche von Birken, Kiefern und anderen Gehölz befreit. Und natürlich war Gelegenheit zur Vogelbeobachtung. 2 Kolkraben und einer Schar Buchfinken wurden gesichtet, einige Vogelstimmen z.B. die Rohrammer waren zu hören.

 

 

 

12.02.2022 - Entbuschungsaktion in der Hochrunstfilze

 

5 Aktive haben bei schönstem Frühlingswetter in der Hochrunstfilze die erste Fläche für die Wiesenbrüter freigeschnitten. Der Untergrund war sehr nass,  Gummistiefel also unabdingbar und das Gehen kräfteraubend.  Trotzdem hatten alle viel Spaß und  konnten schnell einen Erfolg sehen, wo die jungen Birken, Kiefern und weiteres kleineres Gebüsch entfernt worden waren.

 

 

22.01.2022 - Entbuschungsaktion in der Sterntaler Filze

Trotz der unwirtlichen Bedingungen haben sich 7 unbeirrbare Helfer eingefunden, um in der Sterntaler Filze Heide zu entfernen und kleine Birken und Kiefern wegzuschneiden. Wir hoffen, dass auf den dabei entstandenen freien Flächen im nächsten Jahr der Kiebitz wieder erfolgreich brüten wird. Vielen Dank an alle, die dabei waren!

 

                                                                                                                                                                        (Fotos bis 19.2.22: R. Koch)