Situation der Saatkrähe in der Stadt Rosenheim

 

In der Stadt Rosenheim befinden sich die meisten Kolonien im Landkreis, weshalb die lokale Situation und die zeitliche Entwicklung an dieser Stelle kurz gesondert beschrieben wird. Die Saatkrähen brüten mit einer Ausnahme ausschließlich in Baumgruppen von Laubhölzern. Die Kolonien liegen zumeist in unmittelbarer Nähe zu Straßen und Häusern.

 

Die ersten beiden Kolonien bildeten sich etwa ab 2009 an der Loretowiese und einem Waldstück am Mangfallkanal. In den folgenden Jahren wurden diese beiden Kolonien größer und es entstanden weitere kleinere Nachbarkolonien, vor allem im Norden Rosenheims. 2017 wurde diese Entwicklung unterbrochen, mehrere der kleineren Brutstandorte verwaisten wieder. Besonders auffällig war die Entwicklung dann von 2018 auf 2019 im Bereich der beiden südlichen Kolonien nach einem genehmigten Einschlag durch den Forstbetrieb (Hintergrund: Verkehrssicherheit in Zusammenhang mit dem Eschentriebsterben). Der Holzeinschlag führte zu einer Aufsplitterung der beiden Kolonien in viele kleinere entlang von Kanal und Mangfall. Das Phänomen, dass sich Brutstandorte nach Eingriffen auflösen und im Folgejahr mehrere weitere Kolonien entstehen ist vielfach beschrieben und war zu erwarten. Die Verteilung der Brutstandorte in der Stadt kann den beiliegenden Karten entnommen werden.

LINK zu pdf: „Die Saatkrähe in der Stadt Rosenheim“.

 

Aufgrund von Beschwerden aus der Bevölkerung wegen Lärm- und Schmutzbelästigung durch die Vögel denkt die Verwaltung der Stadt Rosenheim darüber nach, mit geeigneten Managementmassnahmen einzelne Koloniestandorte so zu beeinflussen, dass die Saatkrähe die Örtlichkeiten für die Brut aufgibt. Im Sommer 2019 hat die Arbeitsgruppe „Saatkrähe“ des LBV dazu eine kurze Stellungnahme verfasst. Diese ging der Verwaltung und den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt, Energie und Klimaschutz des Stadtrates zu.

 

Hier können Sie sich die Stellungnahme sowie Koloniekarten der Saatkrähen in Rosenheim seit 2010 als pdf-Dateien herunterladen.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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