Ein wichtiges Anliegen des LBV ist es, zu Vogelbeständen haltbare, wissenschaftlich erfasste Daten zu erheben, um mit diesen Zahlen Einfluss auf Planungsverfahren und die Gestaltung unserer Landschaft nehmen zu können. Viele Ehrenamtliche beteiligen sich an diesen Vogelzählungen. Im Landkreis Rosenheim sind regelmäßig Zähler unterwegs im Rahmen des DDA-Brutvogel-Monotorings, zur Erfassung der Saatkrähenpopulation und der Kormorane. Außerdem gibt es die Wasservogelzählungen am Chiemsee. Lesen Sie weiter!


Kormoranzählung

Kormoran (Foto: H. Tuschl, LBV-Archiv)
Kormoran (Foto: H. Tuschl, LBV-Archiv)

 

Das Bayerische Landesamt für Umweltschutz (LfU) erfasst im Winter die Bestandszahlen von Kormoranen. Auch von der LBV-Kreisgruppe Rosenheim werden einmal monatlich von September bis April die Kormorane an ihren Schlafplätzen gezählt und die Daten ans LfU gemeldet.

Im Landkreis Rosenheim waren in der letzten Saison – also von September 2016 bis April 2017 – an zwei Schlafplätzen Kormorane anwesend.

Am Inn auf Höhe des Kloster Attls wurde im November ein Maximum von über 100 Tieren erreicht. Von Dezember bis März pendelte sich die Zahl auf etwa 60 Kormorane ein.

Am Inn auf Höhe Langenpfunzen waren konstant ca. 95 Tiere anwesend.

Da die Anzahl der gemeldeten Kormorane in den letzten Jahren nahezu unverändert war, wird die Zählung im zweijährigen Turnus durchgeführt und deshalb erst ab September 2018 fortgesetzt. Bei signifikanten Änderungen würde wieder eine jährliche Erfassung stattfinden.

Ist Ihnen im Landkreis Rosenheim ein weiterer Kormoranschlafplatz bekannt? Möchten Sie uns bei der Zählung unterstützen?

Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

 

 


Brutvogel-Monitoring

Beispiel für eine Kartierungskarte (Erstellung: Klaus Mieslinger)
Beispiel für eine Kartierungskarte (Erstellung: Klaus Mieslinger)

 

Viermal im Jahr zwischen März und Juni gehen viele Vogelkenner eine ca. 3 km lange Route ab und zählen dabei die Vögel, die sie hören oder sehen. Sie erfassen damit eine der 1000 Probeflächen in Bayern, die für das Brutvogel-Monitoring ausgewählt wurden. Diese Gebiete umfassen sämtliche bei uns vorkommenden Lebensraumtypen.

Bei einer unserer Kreisgruppensitzungen hat ein Kartierer anschaulich über seine Begehungen berichtet, wie das Monitoring abläuft und die anschließende Auswertung.

Mit den so erhobenen Daten können Aussagen gemacht werden, wie sich die Brutbestände weit verbreiteter, häufiger Vogelarten entwickeln.

Noch wurde nicht für jede Probefläche ein Zähler gefunden. Dabei kann jeder, der die häufigsten Vogelarten erkennt, beim Brutvogel-Monitoring mitmachen! Die Regionalgeschäftsstelle koordiniert das Monitoring im Landkreis Rosenheim. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.lbv.de/aktiv-werden/dda-monitoring.


© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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